Rechtliche Vorgaben in der Gastronomie

Belegausgabepflicht – Nützlich oder nur Müllproduktion?

Seit dem 1. Januar 2020 besteht die sogenannte Belegausgabepflicht. Unter der Belegausgabepflicht versteht man, dass Unternehmer:innen dazu verpflichtet sind, jedem Kunden bei allen Geschäftsfällen einen Bon auszuhändigen. Ziel der neuen gesetzlichen Verordnung ist es, den Steuerbetrug massiv zu verhindern. Die Bonausgabepflicht wird jedoch am Markt stark diskutiert.

Im klassischen Lieferbetrieb dienen die Kassenbons nicht nur als Rechnung für den Kunden, sondern auch als Wegweiser für Lieferdienst Fahrer:innen. Das erhöhte Bonaufkommen zeigt sich jedoch auch im Abhol- und Vor-Ort-Geschäft von Restaurants.

Gerade hier kann es zu einer erheblich höheren Abfallproblematik kommen. Besonders Gastronomiebetriebe, die vornehmlich günstige Waren verkaufen, wie beispielsweise Imbisse, kritisieren die Belegausgabepflicht.

Aber was genau sind die Kritikpunkte an der Belegausgabepflicht?

Belegausgabepflicht

Die Umweltproblematik

Die Bons könnten den Kunden theoretisch auch elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Das würde jedoch bedeuten, dass der Beleg als PDF oder JPG gespeichert und dem Kunden beispielsweise per QR-Code zur Verfügung gestellt werden muss, damit er ihn als Datei auf dem Smartphone empfangen kann. Für die Auslieferung von Bestellungen würde das vielleicht noch funktionieren, wenn eine E-Mailadresse vorliegt. Jedoch benötigen Fahrer:innen oftmals den Bon um Bestellungen zu zu ordnen. Die Fahrer-App von SIDES fasst Bestellungen für die Fahrer:innen zusammen und optimiert zugleich die Route.

Im Abhol- oder Vor-Ort-Geschäft wird der Druck des Bons aber schon schwieriger. Es werden also viel mehr Bons ausgedruckt – und landen im Müll. Denn nur weil man dem Kunden den Kassenbon zur Verfügung stellt, heißt es nicht, dass er diesen auch annehmen muss. Dieser „Mehr-Müll“ ist schon eine Umweltbelastung per se. Dadurch, dass aber viele Drucker auf Thermopapier laufen, wird das Problem sogar noch verschärft. Denn Bons aus Thermopapier dürfen eigentlich nicht einmal zum Altpapier, sondern gehören in den Sondermüll. Grund dafür ist, dass in diesen Bons Stoffe stecken, die für den Körper schädlich sein können und in Recyclingprodukten wieder in Kontakt mit der Haut kommen könnten.

Kontaktlose Bezahlung

Die Kostenproblematik

Die Belegausgabepflicht hat höhere Kosten für Gastronom:innen zur Folge. So gibt es einen erhöhten Schulungsaufwand für Mitarbeiter:innen, eine mögliche Umstellung auf ein anderes Kassensystem und Mehrausgaben für Bonrollen sowie die Entsorgung der nicht angenommenen Belege. Auch wenn es sich bei einigen Kostenpunkten um Centbeträge handelt, summieren die Kosten sich schnell zusammen. Gut, wenn du hier bereits Kunde von SIDES bist – denn dann kannst du dir zumindest die Umstellung auf ein neues Kassensystem sparen. Wir halten unser Systems ständig auf dem neusten Stand und haben unser System auch fristgerecht mit der entsprechenden Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgerüstet, sodass es den BSI Standards entspricht.

Fazit

Ob durch die Belegausgabepflicht tatsächlich Steuerhinterziehungen verhindert werden können, ist fraglich. Aktuell ist es zumindest nicht vorgesehen, Bußgelder zu verhängen, wenn keine Belege ausgegeben werden. Aber Achtung: Bei Nichteinhaltung der Verordnung wird dein Finanzamt vielleicht ein genaueres Auge auf deine Steuererklärung werfen. Mehr zum Thema Recht in der Gastronomie findest du hier.

Bist du schon SIDES Kund:in?

eatDOORI
Losteria
burgerme
USHI Logo
USHI

Jetzt kostenlosen Termin anfragen

  • Erhalte eine kostenlose Einführung in die SIDES Software
  • Steigere deinen Umsatz um bis zu 40%
  • Liefere Bestellungen bis zu 3x schneller aus
  • 100% sicher und finanzamtkonform
eatDOORI
Losteria
burgerme
USHI Logo
USHI