Mittagstisch in der Gastronomie

5 Tipps, wie du dein Mittagsangebot attraktiver gestaltest

Der Mittagstisch ist ein hart umkämpfter Markt in der Gastronomie, denn nicht nur andere Restaurants bilden harte Konkurrenz, auch Supermärkte integrieren immer mehr gastronomische Elemente in ihre Geschäfte. Während es früher nur die klassische „heiße Theke“ gab, finden nun weit verbreitet Sushi-Theken, Salat-Bars und in den USA teilweise sogar ganze Restaurants Platz im Herzen von Rewe, Edeka & Co.

 

 

Aber nicht nur die Konkurrenz, auch andere Faktoren beeinflussen den Umsatz zur Mittagszeit. Die Homeoffice-Rate ist seit der Corona-Zeit 2020 gravierend angestiegen1. Wo vor 2020 nur durchschnittlich 4% der Arbeitnehmer:innen von zuhause aus arbeiteten, pendelte sich die Rate Anfang 2021 bei fast 25% ein. Und der Trend zu Remote- oder Mobile Work steigt. Und wenn man schon einmal zuhause ist, ist der Weg zum Brot oder Kochtopf weniger weit als zum nächsten Restaurant.

 

 

Wie du dein Mittagsangebot trotz dieser Trends zur Gewinnung neuer Kunden nutzen und damit für mehr Umsatz sorgen kannst, wollen wir dir anhand von 5 Tipps zeigen.

Tipp 1: Orientiere dein Mittagsangebot an der Zielgruppe

Als erfahrener Gastronom ist dir eine Analyse deiner Konkurrenz sicher nicht fremd. Besonders beim Mittagsangebot solltest du aber noch einmal einen genaueren Blick auf deine Umgebung werfen. Ist ein Supermarkt direkt in deiner Nähe? Welchen Mittagstisch bieten die Restaurants & Cafés um die Ecke an? Sind viele Firmen in deiner Nähe ansässig oder ist es eher ein Kiez für Familien oder ein beliebter Treffpunkt für Studenten aus der nahe gelegenen Uni? Passe dein Angebot auf diese Zielgruppe an, ohne deinen USP zu verlieren.

 

Ein Beispiel: hast du die Erfahrung gemacht, dass zur Mittagszeit besonders viele Familien in deiner Umgebung unterwegs sind? Dann könntest du dir ein spezielles Angebot für Kinder überlegen, beispielweise eine besondere Kinder-Mittagskarte oder – falls möglich – einen kleinen Spielbereich.

Sind bei dir mehr Firmen ansässig, ist ein gesundes, nicht zu schweres Lunch-Angebot vielleicht eher das Richtige. Eine schnelle Zubereitung ist dabei das A und O, denn Pausen sind begrenzt. Allgemein solltest du in der Mittagszeit besonderen Wert auf schnellen Service legen.

Tipp 2: Biete deinen Mittagstisch zur Lieferung und Abholung an

Gerade in der Mittagszeit boomt das Liefer- und To Go-Geschäft. Insbesondere in urbanen Gebieten, wo die Zeit knapp ist und Hektik herrscht, sollte dein Gastronomiebetrieb die Möglichkeit bieten, köstliche Mahlzeiten direkt an den Arbeitsplatz oder nach Hause zu bringen oder eine kleine Pause zu nutzen und sich sein Lieblingsgericht selbst abzuholen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zeitersparnis, Bequemlichkeit und Vielfalt. Umso wichtiger ist es, dein Angebot so einfach erreichbar wie möglich zu machen. Dabei kann ein eigener Webshop und/oder eigene eigene App behilflich sein. Mit voreingestellten Abhol- und Lieferzeiten lässt es sich als Gastronom:in leichter planen und Kund:innen können schnell und einfach den Lunch der Wahl bestellen. Besonders wichtig ist es, dann aber auch diese Zeiten einzuhalten, sonst lauert die schlechte Bewertung buchstäblich an der nächsten Ecke.

Das Thema Verpackung solltest du dabei ebenso nicht vernachlässigen. Informiere dich, welche Einwegverpackung sich am besten für deine Gerichte anbietet. Kannst du nachhaltige Materialien verwenden? Bedenke ebenso die Mehrwegpflicht, die in Deutschland seit 2023 herrscht. Die Vielfalt an Anbietern ist groß und die Abwicklung mit Pfand oder über Apps nicht immer unkompliziert.

Die Integration und Etablierung des Mehrweg-Systems in deinem Betrieb benötigt intensive Recherche und eine genaue Vorbereitung. Mit SIDES kannst du diverse Schnittstellen nutzen oder dein eigenes Pfandsystem in die Software integrieren.

 

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Tipp 3: Locke Kund:innen mit exklusiven Angeboten

Auch wenn du mit deiner Mittagskarte und deinen Möglichkeiten zur Lieferung und Abholung schon gut aufgestellt bist, solltest du nicht vergessen, besondere Angebote für neue Gäste und Stammkund:innen bereit zu halten. Auch hier variieren die Möglichkeiten mit deiner Hauptzielgruppe. Während man Firmen eher mit dauerhaften Rabatten und der Möglichkeit von Gruppenbestellungen im Webshop locken kann, schätzen Einzelkunden eher abwechslungsreiche Aktionsgerichte, ein kleines gratis Dessert zu ihrer Bestellung oder aber die Möglichkeit einer Treuekarte oder eines Bonussystems.

Du kannst auch gut Angebotspakete schnüren und damit die durchschnittliche Bestellgröße steigern. Eine schnelle Vorspeise mit einem leichten Tagesgericht und einem alkoholfreien Getränk zum Festpreis ist attraktiv und werbewirksam zugleich. Beachte bei der Wahl der Gerichte aber, dass von der Zeit der Bestellung bis zur Rechnungsbegleichung in der Mittagszeit meistens nur ca. 40 -50 Minuten bleiben.

Tipp 4: Werbe gezielt & kreativ für dein Mittagsangebot

Um dein Mittagsangebot erfolgreich zu bewerben, solltest du auf verschiedene Strategien setzen. Zunächst einmal ist eine klare und ansprechende Präsentation auf deiner Speisekarte oder auf Werbematerialien wie Flyern entscheidend. Das Mittagsangebot sollte deutlich hervorgehoben werden, mit attraktiven Beschreibungen der Gerichte und möglichen Kombinationsmöglichkeiten. Darüber hinaus kannst du gezielt soziale Medien nutzen, um dein Mittagsangebot zu bewerben. Durch ansprechende Fotos von den Gerichten und regelmäßige Posts über aktuelle Angebote können Restaurants die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf sich ziehen und sie dazu ermutigen, das Mittagsangebot auszuprobieren. Eine Präsenz auf Plattformen wie Google My Business ist unumgänglich. Halte deinen Eintrag aktuell und attraktiv, da die Restaurant-Suche über Google bzw. Google Maps mittlerweile zu einem der wichtigsten Bausteine der Neukundengewinnung geworden ist.

Des Weiteren ist es wichtig, die lokalen Unternehmen und Büros in der Umgebung anzusprechen. Ein Restaurant kann Flyer oder spezielle Angebote direkt an Firmen in der Nähe verteilen oder mit ihnen Partnerschaften eingehen, um Mitarbeiter-Rabatte anzubieten.

Hast du bereits durch deinen eigenen Webshop einige Kontaktdaten von Kund:innen gesammelt, nutze diese, um sie über Newsletter auf dein Mittagsangebot aufmerksam zu machen. Wichtig dabei ist es, sie nicht zu überfluten. Einmal wöchentlich reicht vollkommen aus (sofern du wechselnde Angebote hast). Denkbar ist auch Werbung auf Google oder lokalen Plattformen. Das erfordert einiges an Know-How und Budget und sollte daher gut überlegt sein.

Tipp 5: Sorge für besondere Aktionen zur Mittagszeit

Wie bereits in Tipp 3 erwähnt, können spezielle Aktionen Kund:innen nicht nur anlocken, sondern auch zu wiederkehrenden Gästen machen. Wir haben an dieser Stelle einmal ein paar Ideen abseits von Happy Hour und Sonderangeboten gesammelt, wie das aussehen könnte.

 

Business-Brunch: bei Brunch denken viele typischerweise an zwei Freundinnen mit einem Glas frisch gepressten Orangensaft und Sekt, Avocadoschnittchen und pochiertem Ei. Das lässt sich aber durchaus auch für Firmen umwandeln. Sofern es die Räumlichkeiten zulassen, könntest du (natürlich mit Reservierung) mehrere größere Tischgruppen stellen und Firmen die Möglichkeit geben, Business und Genuss zu kombinieren. Etwas einfacher: biete diesen Business-Brunch zur Lieferung an spare dir das Umräumen.

Kinder-Lunch zur Ferienzeit: Gerade Eltern wissen, Ferien sind gefühlt ständig. Ein besonderes Highlight und damit Entlastung kann da ein Restaurantbesuch zur Mittagszeit bieten. Ob Pizza mit Teddyohren oder die Möglichkeit, dass sich Kinder ihr Sushi selbst am Tisch rollen können – sofern die Zielgruppe stimmt, lohnt sich ein Ausprobieren durchaus.

„Freitag ab eins macht jeder seins“: After Work mal anders. Vorspeise & Hauptgericht mit einem (kleinen) gratis Cocktail (alkoholfreie Alternativen anbieten) zum Abschluss der Woche klingt doch nach einer angenehmen Kombination.

Fazit

Bei allen Aktionen und Werbemaßnahmen muss immer das Budget im Auge behalten werden. Die Kalkulation der Speisekarte für den Mittagstisch stellt dabei nur den Anfang dar. Werden unterschiedliche Maßnahmen aber zielführend eingesetzt, kann das Mittagsgeschäft zur Umsatzsteigerung beitragen.

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