Restaurant-Eröffnung

So erstellst du einen Businessplan für deinen Gastronomiebetrieb

Wer sein eigenes Restaurant eröffnen möchte, sollte auch im Vorhinein einen Businessplan erstellen. Dabei sollte nicht nur die Geschäftsidee, beziehungsweise die Produktbeschreibung niedergeschrieben werden. Vielmehr sollte eine detaillierte Strategie, wie du das laufende Geschäft in deinem Restaurant bezwingen wirst, aufgezeigt werden. Dabei sollte nicht nur auf den Inhalt geachtet werden, sondern auch auf die Form, Sprache oder auch den Umfang. Dafür gibt es online eine Menge Hilfestellungen, die du zur Orientierung nutzen kannst.

Businessplan

Was ist ein Businessplan?

Während die Erstellung eines Businessplans für einige Menschen nur eine schwere Last darstellt, ist sie für andere die perfekte Chance die eigenen Ideen des zukünftigen Unternehmens auf Papier zu bringen.

Beim Schreiben des Businessplans sollte immer bedacht werden, dass der Leser voraussichtlich keine Erfahrung in der Gastronomie haben wird. Bankangestellte, Investor:innen und andere externe Institutionen werden eventuell mit Begriffen wie arrosieren, schicken oder Bruch nichts anfangen können. Genau aus diesem Grund sollte der letztendliche Businessplan für jeden Laien zu verstehen sein.

Übersetzt heißt Businessplan soviel wie Geschäftsplan und beinhaltet eine strukturierte und detaillierte Darstellung deiner Geschäftsidee. Darin wird dargestellt, wie du diese in der Realität umsetzen möchtest. Gleichzeitig wird, zum einen auf die Gründung an sich, aber auch auf den zukünftigen Unternehmensaufbau eingegangen. Somit wird die nötige Strategie zur Umsetzung des Konzeptes aufgezeigt. Der Businessplan kann dabei für mögliche Geldgeber von Nöten sein oder auch einfach nur als eigene Vorgabe, um den betriebswirtschaftlichen Plan herauszuarbeiten.

Businessplan

Was beinhaltet der Businessplan?

Grob gesprochen gibt es vier große Abschnitte in einem Businessplan. Gleich zu Beginn wird eine Zusammenfassung, auch Executive Summary genannt, des gesamten Plans erstellt. Darin sollten alle Themen des gesamten Businessplans in Kurzform enthalten sein und auf circa 2 bis 3 Seiten vereint werden. So wird direkt am Anfang ein schneller Überblick über das Vorhaben gegeben und jeder Leser versteht das Konzept in Kurzform. Anschließend folgt der Textteil, der die Geschäftsidee sowie die Umsetzung beschreibt. Dabei sind neben der Geschäftsidee und dem Aufzeigen des Produktnutzens für die zukünftige Kundschaft, auch andere Themen zu nennen.

Bei dem Abschnitt Vertrieb & Wettbewerb werden beispielsweise Zielgruppe, Alleinstellungsmerkmal, Kommunikationswege oder Vertriebswege aufgeschlüsselt. Im Bereich des Teams und deren Aufgabenverteilung sollte darauf eingegangen werden, welches Mitglied, mit den jeweiligen Stärken, welche Rollen übernimmt. Dabei sollte auch auf die Unternehmenswerte eingegangen und aufgezeigt werden, wofür das Unternehmen steht. Zudem musst du erwähnen, welche Rechtsform gewählt wird und warum. Wieso hast du diesen Standort gewählt und welche Vorzüge bringt er? Welche Leistung erbringt dein Unternehmen selbst und welche müssen extern organisiert werden? Am Ende des Textteils solltest du auch auf deine Risiken eingehen und aufzeigen, wie diese reduziert werden können.

Besonders wichtig für potenzielle Kapitalgeber:innen ist der Zahlenteil. Auch wenn dieser Abschnitt von vielen als der schwierigste Teil eingestuft wird, sollte vor allem dort ein realistischer, durchdachter Plan aufgestellt werden. So sollten dort Rentabilität, Liquidität, Kapitalbedarf sowie die Finanzierung aufgeschlüsselt und für die ersten Jahre dargestellt werden.

Zuletzt wird ein Anhang im Businessplan hinzugefügt, der mögliche Grafiken oder Ergänzungen des Textes enthält. So können dort, neben einem aussagekräftigen Lebenslauf, auch Produkterklärungen, technische Unterlagen, Gutachten oder Gesellschaftsverträge den Businessplan komplettieren.

Businessplan

So erstellst du deinen Businessplan

Auch wenn der Inhalt das entscheidende an deinem Businessplan sein sollte, werden die Leser:innen auch von dem Design beeinflusst. Daher solltest du ebenso auf ein übersichtliches und ansprechendes Layout achten. Wähle eine gut leserliche Schrift, kurze Absätze sowie ein geordnetes Inhaltsverzeichnis. Ebenso dürfen die Seitenzahlen nicht fehlen oder auf eine angemessene Kopf- und Fußzeile mit den wichtigen Informationen, wie zum Beispiel dem Firmennamen, ist zu achten.

Je nach Umfang des Vorhabens sollte der Businessplan nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Seiten fassen. Als ideal haben sich meist 20-25 Seiten erwiesen, jedoch solltest du nicht krampfhaft versuchen diese Zahl zu erreichen. Wenn du mehr oder weniger Platz benötigst, um deine Ideen auf Papier zu bringen, solltest du das auch so tun. Wichtig ist dabei auch, dass du die Lesenden von Beginn an packst. Ein prägnanter Einleitungssatz und eine spannende Erläuterung deines Produktes zu Beginn, lassen die eventuellen Geldgeber:innen gespannt deine Idee weiterverfolgen.

Die Struktur eines Businessplans kann immer etwas unterschiedlich aufgestellt werden. Allerdings sollte natürlich auch nichts fehlen. Daher sollten folgende Punkte vorhanden sein:

Businessplan Struktur

Die Struktur eines Businessplans kann immer etwas unterschiedlich aufgestellt werden. Allerdings sollte natürlich auch nichts fehlen. Daher sollten folgende Punkte vorhanden sein:

  • Zusammenfassung |  2 bis 3 Seiten

  • Produkt/ Dienstleistung |  3 bis 7 Seiten

    • Produktbeschreibung, Kundennutzen, Zielgruppe, Entwicklungsstand

  • Gründerteam |  2 bis 5 Seiten

    • Gründer und Kompetenzen, Lückenschließung, Schlüsselpersonen, Einkommen, Gründungsmitglieder

  • Marktanalyse |  2 bis 5 Seiten
    • Gesamtmarkt, Marktsegmentierung, Marktpotenzial, Wettbewerber
  • Marketing |  2 bis 6 Seiten
    • Produkt, Preis, Kommunikation, Vertrieb
  • Unternehmen |  3 bis 6 Seiten

    • Geschäftssystem, Organisation, Meilensteine, Rechtsform, Standort

  • Finanzierung |  3 bis 6 Seiten

    • Finanzplanung, Kapitalbedarf

7 Tipps für die Erstellung deines Businessplans

Businessplan

Auch wenn viele Angebote online vorhanden sind, von einer Firma seinen Businessplan schreiben zu lassen, raten wir ab. Denn ein eigener Businessplan sollte nicht nur die eigene Handschrift tragen, sondern ebenso als Grundlage für ein erfolgreiches Vorhaben stehen. Daher hilft es auch den angehenden Restaurantbesitzer:innen selbst, wenn die Ideen eigenständig im Vorhinein herausgearbeitet werden.

Tipp 1: Gute Recherche und Vorarbeit

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aus diesem Grund ist eine intensive und gründliche Recherche, bevor du mit dem Schreiben beginnst, äußerst wichtig. Sammele daher, neben deinen Ideen, die du bereits im Kopf hast, auch Daten, Zahlen und Fakten, die den Erfolg deines Geschäftsvorhabens untermalen. Mit Angabe von seriösen Datenquellen, kannst du mit Argumenten deine Leser:innen besser überzeugen.

Tipp 2: eine ansprechende Optik

Nicht nur bei einer ordentlichen Gliederung ist die Formatierung wichtig. Ebenso sollte beispielsweise auf ein schönes Deckblatt mit Logo, eine qualitative Druckart oder auf übersichtliche Zeilenabstände und Absätze geachtet werden. Es sollte auch im Design ein wohliges Konzept zu spüren sein, das deine Kompetenz als Inhaber widerspiegelt. Rechtschreibung und Grammatik sollten daher lieber einmal zu viel, als zu wenig, kontrolliert werden.

Tipp 3: Fachliche Fehler vermeiden

Wenn es um betriebswirtschaftliche Kennzahlen oder Fachbegriffe geht, sollte alles stimmen. Sei dir daher sicher, welche Fremdwörter du verwendest oder ob deine Kennzahlen auch wirklich realistisch errechnet wurden. Daher empfehlen wir dir dein Netzwerk in der Gastronomie bereits im Vorhinein auszubauen oder gegebenenfalls eine Unternehmensberatung, mit Spezialisierung auf die Gastronomie, zu Rate zu ziehen.

Tipp 4: Neben dem Produkt ist auch das Gründerteam wichtig

Natürlich ist das Produkt bzw. die Dienstleistung das Hauptaugenmerk, was verkauft werden soll. Dennoch solltest du dabei auch den Vorteil deines Produkts vorstellen und auf den Kundennutzen eingehen. Wichtig ist dabei jedoch auch, dass du dich und dein Team nicht vergisst. Denn ohne die Kompetenzen und Qualifikationen des Gründerteams kann deine Geschäftsidee noch so gut sein – sie wird nicht funktionieren. Und das solltest du auch deinen Leser:innen vermitteln.

Tipp 5: Kenne deinen Markt

Eine intensive Marktforschung ist unabdingbar. Auch wenn deine Erfahrungswerte ausreichen, um sagen zu können, wo, welches Konzept funktioniert, solltest du nicht blind etwas angehen. Vielmehr solltest du dich vergewissern, dass in diesem Bereich potenzielle Kundschaft ansässig ist, die an deinem Produkt interessiert sein wird. Ein weiterer Fehler ist es, einfach zu schreiben, dass es keine Wettbewerber im unmittelbaren Umkreis gibt. Das kommt bei möglichen Geldgebern weniger gut an. Versuche daher lieber zu vermitteln, warum dein Konzept besser ankommen wird, als bereits bestehende Restaurants es tun.

Tipp 6: Realistische Finanzplanung

Viele angehende Restaurantbetreiber:innen schätzen im Voraus ihren Umsatz zu hoch ein. In der Realität dauert es aber häufig mehrere Jahre, bis ein Restaurant seinen Kundenkreis so weit ausgebaut hat, dass das Unternehmen ganzjährig gewinnbringend wirtschaftet. Das kann zu existenzbedrohenden Spätfolgen führen. Denn wenn der Liquiditätsplan bereits zu hohe Umsatzkennzahlen vorhersagt und somit der Gewinn geringer ausfällt als vermutet, ist auch ein zu geringerer Kapitalbedarf berechnet worden. Daher sollte immer ein größerer Puffer eingeplant werden, als eigentlich vermutet. Denn wenn dieser ausgeht, kann der Traum des eigenen Restaurants, schnell wieder vorbei sein.

Tipp 7: Die operative Umsetzung aufzeigen

Natürlich ist es auch entscheidend, wie viel Erfahrung das Gründerteam in der Gastronomie bereits sammeln konnte. Um den Leser:innen aufzuzeigen, dass ein durchdachter Plan vorliegt und auf alle Individualitäten gezielt reagiert werden kann, sollten auch die Lösungen im Arbeitsalltag erläutert werden. Daher wäre es von Vorteil durch die SIDES-Software Lösungswege in Sachen Lieferungen, Küchenmanagement oder betriebswirtschaftlicher Übersicht aufzuzeigen. Dabei sollte, auch in Form von  einem Warenwirtschaftssystem oder einer Personalverwaltung, ebenso kommuniziert werden, wie du einen effizienten Weg für dein zukünftiges Restaurant ebnen wirst. Denn Digitalisierung bringt die Sicherheit. Nur wenn dein Businessplan auch umsetzbar erscheint, werden potenzielle Geldgeber:innen deine Idee als überzeugend empfinden.

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